Man hat einen Topf mit Wasser auf dem Herd stehen und bringt ihn zum Kochen: die Wassertemperatur steigt bis auf 100 Grad an – das Wasser kocht. Wird der Herd nicht abgestellt, verdampft das gesamte Wasser ohne dass die Temperatur steigt. Die zugeführte Energie ist im Wasserdampf. Wenn dieser Wasserdampf bei sinkenden Temperaturen wieder kondensiert, bildet sich flüssiges Wasser und die Wärme wird wieder abgegeben. Dies ist das Geheimnis des Brennwerteffektes.
Wie funktioniert dies bei einer Heizung im Wohnhaus? Statt des Wassers werden nun die Abgase abgekühlt. Konstanttemperaturkessel erwärmen das Heizungswasser auf bis zu 90 Grad, die Abgastemperaturen liegen oft über 160 Grad, Niedertemperaturkessel stellen Heizungswassertemperaturen von 40 bis 80 Grad zur Verfügung, die Temperaturen der Abgase liegen bei 120 Grad und mehr. Nur rund 45 Grad beträgt die Abgastemperatur hingegen bei modernen Brennwertsystemen.
Die Abgase kühlen sich in zwei Schritten ab: in einem ersten Wärmetauscher werden die Abgase auf Temperaturen zwischen 60 und 70 Grad abgekühlt. Die Wärme, die dabei frei wird, erwärmt das Wasser des Rücklaufes (dies ist das Wasser, das von den Heizkörpern zur Heizung zurückfließt) auf bis zu 80 Grad. So ist es möglich, durch Beimischen von kälterem Wasser fast jede gewünschte Vorlauftemperatur zu erzielen. Vorlauf wird der Teil des Heizungskreislaufes bezeichnet, in dem das Wasser von der Heizung zu den Heizkörpern fließt.
Im zweiten Wärmetauscher werden nun die Abgase auf rund 50 Grad abgekühlt. Die Abgase geben die Wärme an die Zuluft der Heizung ab. Je kälter die Zuluft, also die Außenluft, desto größer die Möglichkeit der Wärmeabgabe. Die Erwärmung der Zuluft erleichtert eine optimale Verbrennung, diese wiederum ist Voraussetzung für einen geringen Energieverbrauch und eine möglichst schadstoffarme Verbrennung.
Brennwerttechnik gibt es für Gas- und Ölheizungen. Für beide Energieträger ist dies mittlerweile die Standardtechnik. Sollte es im Rahmen einer energetischen Modernisierung nicht möglich sein, auf erneuerbare Energieträger zu wechseln, so stellt eine moderne Brennwertheizung eine Alternative dar. Rund zehn Prozent Energieeinsparung gegenüber einer traditionellen Heiztechnik verringern die Heizkosten. Geringere Schadstoffemissionen bei der Verbrennung schonen die Umwelt.
- Grundlagen
- Optimierung der gesamten Heizung
- Brennwertheizung
- Kraft-Wärme-Kopplung
- Wärmepumpe
- Holzpellet-Heizung
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- Thermische Solaranlage
- Solarthermie
- Geothermie - Erdwärmenutzung
- Fotothermie erzeugt Solarstrom und Wärme
- Energiegewinnung durch die Fassade
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- Heizen mit Eis
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