Reinhard Hoffmann (2010):
"Heizungen im Altbau energetisch richtig modernisieren", Franzis Verlag, 257 Seiten, 29,95 Euro
Enormen Preissteigerungen bei den fossilen Brennstoffen werden in Zukunft die Folge sein. Deshalb sind die weit verbreiteten Öl- und Gasheizungen Auslaufmodelle. Bei bestehenden Heizanlagen gibt es ein großes Einsparpotential, auch die Umrüstung auf alternative Energien ist technisch kein Problem.
Das Buch will helfen, keine voreiligen Investitionen zu tätigen und die beste Lösung für die bestehende und in die Jahre gekommene Heizungs- und Warmwasseranlage auszuwählen. Besondere Beachtung finden dabei Nachteile und Schwachstellen, auf die in Hochglanzprospekten nicht immer hingewiesen wird.
Zukunftssicher und unabhängig
Kostenvergleiche und Hinweise auf eventuelle Zusatzkosten werden aufgelistet und mittels leicht nachvollziehbarer Beispiele erläutert. Das Buch enthält einen Überblick über die marktreifen, zukunftsfähigen Heizsysteme. Es beschreibt die unterschiedlichen Techniken und vergleicht deren Wirtschaftlichkeit - auch mit konventionellen Öl- oder Gasheizungen. Es unterstützt bei der Planung und Umrüstung einer Heizanlage.
Solarenergie nutzen
Wichtig ist, zu einer fundierten Entscheidung zu kommen, wenn eine Heizungsmodernisierung oder die Anschaffung einer neuen Heizanlage für das Ein- oder Mehrfamilienhaus ansteht. Der Autor beschreibt außerdem interessante neue Konzepte für die Regelung von Zentralheizungsanlagen und das Einbinden von Solaranlagen in das Heizsystem. Hier heißt es aufpassen, damit kein System installiert wird, bei dem die gewonnene Sonnenwärme weitgehend nutzlos verpufft.
Checklisten
Ein Kapitel widmet sich den Themen "Lüftung und Kühlung". Zahlreiche Checklisten sowie Kosten-/Nutzenvergleiche für alle gängigen Heizsysteme runden das Werk ab.
Ausüge aus dem Inhalt
- Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Komfort
- Pflanzenöl und Biogas
- Heizen mit Holz
- Strom erzeugende Heizung, Kraft-Wärme-Kopplung
- Wärmepumpenheizung
- Gaswärmepumpe
Reinhard Hoffmann (2010):
"Heizen mit der Wärmepumpe" , Franzis Verlag, 250 Seiten, 39,95 Euro
Wenn Sie sich für eine neue Heizungs- und Warmwasseranlage für Ihren Alt- oder Neubau entscheiden müssen, ist die Nutzung der Umweltwärme mithilfe einer Wärmepumpe eine interessante Alternative zum bisher weit verbreiteten Heizen mit fossilen Brennstoffen.
Hierüber informiert das Buch mit leicht verständlichen Funktionsbeschreibungen der verschiedenen Systeme und schildert mit vielen Abbildungen und Zeichnungen die notwendigen Arbeiten.
Fehlerquelle vorab vermeiden
Besondere Beachtung finden dabei Nachteile und Schwachstellen, auf die in den Hochglanzprospekten der Hersteller meist nicht hingewiesen wird. In der Praxis weist die Leistung verschiedener Wärmepumpenanlagen eine sehr hohe Streuung auf, sowohl in Neubauten als auch in sanierten Altbauten. Ursache für die teilweise schlechten Betriebsbedingungen für Wärmepumpen sind oft Fehlplanungen oder installationstechnische Mängel.
Checklisten
Das wichtigste Anliegen des Autors ist, vor Fehlinvestitionen und überhöhten Betriebskosten zu bewahren. Nur gut geplante und ausgeführte Wärmepumpenanlagen erreichen hohe Arbeitszahlen und sparen Primärenergie ein. Dieses Fachbuch enthält viele Tipps dazu, wann und unter welchen Bedingungen eine Wärmepumpe effektiv arbeitet. Dazu gehört zum Beispiel der oft "vergessene" hydraulische Abgleich der Heizanlage.
Aus dem Inhalt
- Kostenanalyse und Wirtschaftlichkeit
- Wärmebedarf ermitteln und passende Wärmequelle auswählen
- Qualitätsbewusst planen und installieren
- Wärmepumpen mit Solarthermieanlagen kombinieren
- So stellen Sie die Wärmepumpenheizung optimal ein
Helmut Künzel (2009):
"Richtiges Heizen und Lüften in Wohnungen", Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart, 4. Auflage, 20 Seiten, 6 Euro.
Nur zwanzig Seiten zu dem Thema? Das kann nicht funktionieren, mag mancher denken. „Der Autor versteht es, komplizierte physikalische Sachverhalte auch für den Laien verständlich darzustellen.“, so der Klappentext dieses Büchleins über Helmut Künzel. Zu Recht. Denn Künzel schafft es in der Tat – wieder einmal – ein komplexes Thema, anschaulich und nachvollziehbar zu Papier zu bringen.
Prägnante Darlegungen zum Heizen und Lüften
Richtiges Heizen und Lüften in Zeiten hochwärmegedämmter Häuser erfordert den aktiven Hausbesitzer und Wohnungsnutzer. Warum dies so ist und wie sich dies geschichtlich entwickelt hat, wird vom Autor prägnant dargelegt.
Wer sich kurz und knapp, aber fachlich fundiert zu diesem Thema informieren möchte, dem sei dieses kleine Buch empfohlen.
Frank Hartmann, Klaus Siegele (2009):
"Heizungsmodernisierung in Wohngebäuden", DVA Architektur, 1. Auflage 2009, 192 Seiten, 89,95 Euro
Das Buch beschreibt alles Wissenswerte rund um das Thema Heizungsanlagen und vermittelt Architekten und Planern umfassende Kenntnisse zur Anlagentechnik im Kontext einer energetischen Gebäudesanierung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Heizungsmodernisierung und den spezifischen Anforderungen, die mit der Sanierung eines Wohngebäudes verbunden sind.
Verschiedene Projektbeispiele zeigen Anwendung in der Praxis
In dem praxisorientierten Leitfaden findet der Planer grundlegendes Wissen zur Unterscheidung und Bewertung von Bestandsanlagen sowie Ansätze für eine nachhaltige Heizungsmodernisierung. Verschiedene Projektbeispiele zeigen, wie sich das theoretische Wissen in die Praxis umsetzen lässt.
Inhalt
- Anlagentechnik: Wärmeerzeugung, Wärmenutzung, Warmwasserbereitung
- Projekte: Wehrmühle in Biesenthal bei Berlin, Spätbarockes Bürgerhaus in Zeilitzheim, Reihenmittelhaus in Nürnberg, Scheunenumbau in Ihlow bei Strausberg, Bungalow in Durlach bei Karlsruhe, Fabrikumbau in Nürnberg, Wohnhaus mit Gewerbe in Poppenhausen bei Schweinfurt
- Checklisten für Bestandsaufnahme
Jörg Stroisch (2009):
"Energie und Heizen - Zahlen, Daten, Fakten", Rudolf Haufe Verlag, 48 Seiten, 4,95 Euro
Das Nachschlagewerk zu energiesparendem Wohnen und Bauen beantwortet Fragen rund um gesetzliche Vorgaben, energetische Standards und energiesparende Maßnahmen.
Wie lässt sich Energieeffizienz kostengünstig steigern und finanzieren?
Wie lassen sich Strom- und Heizkosten senken?
Welche gesetzlichen Vorgaben müssen erfüllt werden?
Was sind Niedrig- und Passivhäuser?
Aus dem Inhalt
- Aktuelle Regelungen zur Energieeinsparverordnung
- Energetische Standards
- Energiesparende Maßnahmen
- Finanzierung und Förderung
Jürgen Brück (2008):
"Heizkosten senken - Richtig heizen und dämmen in Haus und Wohnung", DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.), Beuth Verlag, 144 Seiten, 14,80 Euro
Wer in den eigenen vier Wänden Kosten einsparen möchte, dem sei der DIN-Ratgeber "Heizkosten senken" aus dem Jahr 2008 ans Herz gelegt. Sein Autor Jürgen Brück zeigt darin, wie Mieter und Vermieter schon durch einfache Maßnahmen in der Wärmedämmung und Wärmeversorgung die Energieeffizienz ihrer Wohnungen bzw. Häuser erheblich steigern und dadurch die Heizkosten deutlich senken können.
Praktische Energiesparmodelle werden in Handlungsschritten vorgestellt
Dazu stellt der DIN-Ratgeber eine Reihe von nützlichen Handlungsschritten für verschiedene, sehr praktikable Energiesparmodelle vor. Unter anderem werden folgende Themen behandelt:
- Auswahl einer neuen Heizungsanlage
- Ratschläge zur Optimierung des Heizverhaltens
- Tipps zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten
- Hilfestellung zur Vermeidung von Wärmebrücken
- Wissenswertes zum Gebäudeenergieausweis
Verbraucher verfügen mit dem leicht lesbaren und gut strukturierten Buch über einen umfangreichen und doch sehr übersichtlichen Leitfaden zum optimalen Umgang mit Wärmeenergie im eigenen Heim. Checklisten, Experten-Tipps und Verweise auf DIN-Normen runden den Inhalt ab.
Verbraucherzentrale Bundesverband (2007):
"Feuchtigkeit und Schimmelbildung in Wohnräumen", 104 Seiten, 5,90 Euro.
Unter dem Mikroskop sieht diese Lebensform recht interessant aus – aber an der Wand der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses? Da möchten wir sie nach Möglichkeit nicht sehen. Warum nicht? „Alternaria alternata“ gehört zur Gruppe der Pilze, genauer zu den Schimmelpilzen. Sie gehören zu unserer Umwelt. Normalerweise nehmen wir Schimmelpilze nicht wahr, ihre Sporen sind winzige Bestandteile der Luft. In dieser Form stellen sie keine Gefahr dar. Wenn sie allerdings sichtbar werden, einen Fruchtkörper beispielsweise in einer Außenecke Ihrer Wohnung bilden, sollte gehandelt werden.
Verbraucherzentrale veröffentlicht Ratgeber
Wie kommt es zu einer Schimmelpilzbildung, wie kann dies verhindert und was muss getan werden, sollte ein Befall vorliegen? Auf diese Fragen versucht ein Ratgeber der Verbraucherzentrale Bundesverband Antwort zu geben. In insgesamt acht Kapiteln werden Informationen rund ums Thema „Feuchtigkeit in Wohnräumen“ für Laien verständlich aufbereitet. Physikalische Zusammenhänge werden erklärt: Wie feucht ist Luft oder wie hängen Wasser und Wasserdampf zusammen? Die Autoren gehen der Frage nach, ob es früher weniger Feuchteschäden gab und was der Preis dafür war.
Ursachen der Schimmelbildung
Auch auf die immer wiederkehrende Auseinandersetzung, ob die Schimmelbildung am Gebäude liegt oder der Nutzer nicht adäquat lüftet, wird in verschiedenen Abschnitten kompetent und nachvollziehbar eingegangen. Dabei gehen die Autoren auf eventuell strittige Ansprüche zwischen Vermietern und Mietern ein.
Praxisorientierte Hinweise für sinnvolles Vorgehen
Fenster und Außenwand eines Gebäudes werden als ein zusammenhängendes System ebenso vorgestellt wie angemessenes Heizungs- und Lüftungsverhalten. Sollte es dennoch zu einem Schimmelpilzbefall kommen, gibt die Broschüre praxisorientierte Hinweise, wie ein sinnvolles Vorgehen aussehen kann.
Zusammenfassung: Kompakter Einstieg in komplexes Thema
„Feuchtigkeit und Schimmelbildung in Wohnräumen“ so der Titel der 104 Seiten umfassenden Broschüre der Verbraucherzentrale. Sie kostet 5,90 Euro, ist über die Verbraucherberatungen vor Ort oder über das Internet – www.vzbv.de – zu beziehen. Ein gelungener, kompakter Einstieg in ein komplexes Thema.


