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Ratgeber helfen bei der Planung
4. Dämmen
Wärmedämm-Verbundsysteme
Wärmedämm-Verbundsysteme

Riedel, Oberhaus, Frössel, Haegele (2010):

"Wärmedämm-Verbundsysteme", Baulino Verlag, 515 Seiten, 79 Euro


Das Fachbuch mit dem Untertitel "Von der Thermohaut bis zur transparenten Wärmedämmung" bietet einen Rundumschlag zum Thema Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS). 

Bauphysikalische Grundlagen von Wärmedämm-Verbundsysteme

Nach einem kurzen Rückblick in die geschichtliche Entwicklung werden die bauphysikalischen Grundlagen von WDVS erläutert. Ausführlich werden die verschiedenen Systemkomponenten und -aufbauten von Dämmstoffarten und Befestigungsmitteln bis zu Armierungsmassen und den unterschiedlichsten Beschichtungstechniken vorgestellt. Danach wird die fachgerechte Verarbeitung und Ausführung beschrieben, wobei besondere Schwerpunkte auf Details und Anschlüsse sowie auf die Haltbarkeit und Maßnahmen der Instandhaltung und Instandsetzung gesetzt werden. Die Themen Zulassungen und Regelwerke werden genauso behandelt wie Fragen der Wirtschaftlichkeit, Amortisation, Ökobilanz, Gebäudeenergiepass, EnEV 2009 oder Brandriegel. Eine rechtliche Betrachtung und ein umfangreiches Glossar runden das Buch ab. 


Innendämmung im Bestand

Gerd Geburtig (Hrsg.) (2010):

"Innendämmung im Bestand", Frauenhofer IRB, 92 Seiten, 29 Euro

Die Ausstrahlung von Bestandsgebäuden, oft einhergehend mit reichhaltiger Detailausbildung, ist die Grundlage räumlicher Geborgenheit und somit auch örtlicher Lebensqualität. Um das vertraute Erscheinungsbild zu erhalten, ist eine Verbesserung des Wärmeschutzes und die damit einhergehende gewollte Steigerung der Energieeffizienz nur mit einer innen angeordneten Wärmedämmung zu erreichen.

Nachträglich an Außenwänden aufgebrachte Innendämmungen verändern jedoch gravierend das bauphysikalische Verhalten einer bestehenden Konstruktion. Aspekte wie die Wasserdampfdiffusion von innen nach außen mit möglicher Tauwasserbildung an der bauzeitlichen Innenoberfläche der Wand oder das eingeschränkte Austrocknungspotenzial nach der Schlagregenbeanspruchung sind deshalb besonders zu beachten.

Diesem schwierigen Themenkomplex widmete sich der 3. Sachverständigentag der regionalen deutschen Gruppe der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. im November 2009 in Weimar.

Das spannungsreiche Themengebiet wird nicht einseitig, sondern in der Wechselwirkung zwischen Nutzen und Gefährdungen, zwischen Möglichkeiten und Risiken kontrovers erörtert und diskutiert.

Aus dem Inhalt

  • Anatol Worch: Innendämmung nach WTA - Das Merkblatt 6 - 4
  • Hartwig M. Künzel / Andrea Binder / Daniel Zirkelbach: Bemessung von Innendämmung
  • Roswith Kaiser: Innendämmung in der Denkmalpflege
  • Frank Eßmann: Möglichkeiten durch Innendämmung
  • Uwe Gronau: Innendämmung - alles bedacht?
  • Georg Dittié: Innendämmung - MIt der anderen Brille betrachtet
  • Manuela Kramp: "Gebaute Praxis - so geht's"
  • Klaus Graupner: Einige praktische Überlegungen


Literatur Putze
Das Buch des Instituts für Bauforschung e.V. erschienen im Fraunhofer IRB-Verlag.

Institut für Bauforschung e.V. (2010): "Schadenfällen an Innenputzen", Fraunhofer IRB-Verlag, 88 Seiten

Schäden am Putz dürfen nicht automatisch unter dem Gesichtspunkt mangelhafter Bauleistungen gesehen werden. Auch durch ständiges Nutzverhalten, Umwelteinflüsse, Alterung und Fremdeinwirkung können Schäden verursacht werden. Schäden, die also auf Nutzungsfehler und nicht vermeidbare Einflüsse zurückzuführen sind, begründen keine Mängelansprüche. In dem Buch werden häufig auftretende Putzschäden und gebräuchliche Sanierungsmethoden vorgestellt. Die beschriebenen Maßnahmen sind als prinzipielle Möglichkeiten der Schadenbeseitigung zu verstehen, die Planern, Ausführenden und Sachverständigen in der Praxis die Entscheidung bei Sanierungsfragen erleichtern sollen. Die aufgeführten Regeln zum Putzaufbau dienen als Hilfestellung zur Vermeidung von Putzschäden.

 


 

Verbraucherzentrale
Verbraucherzentrale (2009): Wärmedämmung, 192 Seiten

Verbraucherzentrale Bundeszentrale (2009):

"Wärmedämmung. Vom Keller bis zum Dach", 192 Seiten, 9,90 Euro.

Sie planen, ein neues Haus zu bauen? Das Haus soll möglichst wenig Energie benötigen? Wie muss das Haus gedämmt sein und welche Materialien sind dafür geeignet? Dieser Frage geht ein Ratgeber der Verbraucherzentrale nach.

Von Fenstern bis zur Gebäudeform - Ratgeber gibt Auskunft

Was muss für die energetische Optimierung eines Hauses alles bedacht sein? Was versteckt sich hinter Begriffen wie Wärmespeicherung oder Wärmeleitfähigkeit? In dem Ratgeber wird erklärt, warum Luftdichtung und Lüftung wichtig sind. Welche Rolle die Gebäudeform, die Ausrichtung des Hauses, die Fenster und die Fassade bei der Planung eines energieeffizienten Hauses spielen? Diese Themen werden ebenso informativ beschrieben wie auch die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Beurteilung von Bauteilen und Vorstellung von Dämmstoffen

Der Ratgeber gibt darüber hinaus Auskunft über Kriterien zur Beurteilung von Bauteilen. Wie wird bei den unterschiedlichen Bauteilen Feuchteschutz und Luftdichtheit gewährleistet? Welche Anforderungen des Brand- und Schallschutzes müssen erfüllt werden? Verschiedene Bauelemente in möglichen Konstruktionen werden näher vorgestellt, bevor es zum Kernkapitel des Ratgebers kommt: Die Vorstellung unterschiedlicher Dämmstoffe und ihre Eigenschaften.

90 Seiten zu Dämmstoffeigenschaften - EU-Klassifizierungen fehlen

Auf rund 90 Seiten gehen die Autoren auf das Thema ein. Nach welchen Kriterien sollten Dämmstoffe ausgesucht werden? Was sind die materialspezifischen Kennwerte von Dämmstoffen? Eine kurze Erklärung von Begriffen wie Wärmeleitfähigkeit erfolgt ebenso wie die dazugehörigen Normen, Zulassungen und die deutschen Baustoffklassen.

Kritik:

  • bei der Auflistung wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Autoren auch die entsprechenden EU-Klassifizierungen mit aufgeführt hätten. Denn viele Dämmstoffe sind mittlerweile nur noch mit diesen Klassen gekennzeichnet.
  • Der Ratgeber bietet gute Informationen rund ums Thema „Dämmen“. Insbesondere die verständliche Erklärung der Fachtermini ist lobend zu erwähnen, wenn sie auch mitunter die Ebene der Laienverständlichkeit verlässt. So richtig der Zusammenhang zwischen Ressourcenschonung, Klimawandel und dem Energieverbrauch unserer Häuser auf den ersten Seiten hergestellt wird, so wünschenswert wäre es, dies auch in Punkto Bestandsgebäude zu thematisieren. Denn gerade bei der energetischen Modernisierung unserer älteren und alten Gebäude liegt ein enormes Potential zur Ressourcenschonung und Energieeinsparung. Leider bleibt dies in diesem Ratgeber weitgehend außen vor. Schade.

 


Dämmen und Sanieren
Energetisch wirkungsvolles Sanieren in Alt- und Neubauten.

Ulrich Stempel (2009):

"Dämmen und Sanieren in Alt- und Neubauten", Franzis Verlag GmbH, 272 Seiten, 29,95 Euro


Egal ob Bauherr, Hausbesitzer, Handwerker, Architekt oder Berater: Das Buch zeigt, worauf bei Modernisierungen besonders zu achten ist beziehungsweise worauf Sie bei einem Neubau achten müssen. Sie finden Unterstützung und viele praktische Beschreibungen für eine fachgerechte Durchführung der Dämm- und Abdichtungsarbeiten von Dach, Außenwänden und Böden. Außerdem verrät Ihnen dieses Buch, welche Maßnahmen bei möglichst geringen Kosten die meisten Einsparungen bringen.

Beigefügte CD-ROM mit Software und Demos für Simulationen und Berechnungsprogrammen

Diese und viele weitere wichtige Punkte werden ausführlich beschrieben und mit zahlreichen Abbildungen und Tipps anschaulich und leicht nachvollziehbar erläutert. Durch das Wissen um die Prinzipien und mithilfe entsprechender Tricks können bestehende und neue Gebäude in ihrer energetischen Funktion verbessert werden. Die dem Buch beigefügte CD-ROM enthält darüber hinaus jede Menge nützliche Software und Demos für eine effektive Sanierung sowie Simulationen und Berechnungsprogramme zur Kostenanalyse und Wirtschaftlichkeit.


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