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17.12.2008 |
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Kostenloser Energie-Check für Hausbesitzer: Service kommt an

Zwischenbilanz: 6.100 Handwerker können mit DBU-Kampagne 50.000 Maßnahmen anstoßen
Dach mit Solaranlage
Schön-Wetter-Prognose: Marktforschungsinstitut bewertet DBU-Kampagne "Haus sanieren - profitieren!".
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Auftakt in Rheinland-Pfalz
Gaben im November den Auftakt von "Haus sanieren - profitieren!" in Rheinland-Pfalz bekannt: HWK-Hauptgeschäftsführer Günther Tartter, Umweltministerin Margit Conrad und DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde (v.l.). Weitere Auftaktveranstaltungen folgen 2009.
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Osnabrück. Eine Kampagne auf dem Vormarsch: Kostenlose Energie-Checks für Hausbesitzer bieten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Handwerk mit ihrer Initiative „Haus sanieren – profitieren“ inzwischen in neun von 16 Bundesländern an. Anfang des Jahres startete die bundesweite Ausdehnung der Kampagne. Über 6.100 Handwerker aus Nord- und Westdeutschland nahmen an Schulungen teil und erhielten von der DBU unabhängiges Infomaterial. Die Betriebe können damit bei ihren Kunden Gutscheine für den kostenlosen Energie-Check verteilen und damit Hausbesitzer für energetische Gebäudesanierungen und mehr Klimaschutz sensibilisieren. Ein Service, der ankommt: „90 Prozent der von uns befragten Hausbesitzer fanden den Energie-Check richtig gut“, freut sich DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Die Stiftung fördert das Projekt über fünf Jahre mit jeweils einer Million Euro.

Ein Viertel der Bürger kennt "Haus sanieren - profitieren!"

Das Marktforschungsunternehmen „Produkt + Markt“ (Osnabrück) ermittelte in einer ersten Befragung von insgesamt 500 Hausbesitzern, dass „Haus sanieren – profitieren“ schon rund einem Viertel vor allem über die Medien bekannt sei. „19 Medienpartner haben uns mit redaktionellen Serien über Wochen geholfen, Hausbesitzer auf die Kampagne aufmerksam zu machen“, betont Brickwedde.

6.100 Handwerker bieten kostenlosen Service an

Die geschulten 6.100 Handwerker haben laut „Produkt + Markt“ etwa 55.000 Hausbesitzer über die Erstansprache erreicht. Nach dem Energie-Check seien die befragten Eigentümer bereit, durchschnittlich 24.000 Euro in energetische Sanierungsmaßnahmen zu investieren. „Durch die kostenlose Erstansprache im Rahmen von ‚Haus sanieren – profitieren’ können wir Investitionen von knapp einer Milliarde Euro pro Jahr anstoßen“, sagt Brickwedde. „Mit dem Befragungsergebnis sind wir sehr zufrieden“.

Energie-Check erster Schritt - Energieberatung sollte folgen

Schritt für Schritt zum energetisch optimierten Haus: Der Energie-Check sei für Eigentümer die Initialzündung für weitere Überlegungen zur Modernisierung. Der Energie-Check-Bogen vermittle als Einstieg ins Thema einen groben Eindruck vom Zustand des Hauses. „In etwa einer halben Stunde geht der Handwerker alle relevanten Bauteile mit dem Hausbesitzer durch und bewertet sie in einem Bogen mithilfe eines Farbschemas von rot bis grün“, weiß Brickwedde. Der kostenlose Service im Rahmen von „Haus sanieren – profitieren!“ ersetze keine neutrale und ausführliche Fachberatung mit Maßnahmenpaketen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie Energieausweise. Besonders positiv bewertet Brickwedde daher, dass sich die befragten Hausbesitzer nach dem Check am häufigsten für eine kostenpflichtige Energieberatung als nächsten Schritt entscheiden.

Brickwedde lobt Zusammenarbeit mit Handwerk

Der DBU-Generalsekretär lobt die Zusammenarbeit mit den Handwerksorganisationen. Vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien schon 2.308 und 1.726 Firmen aktiv. „Zurzeit führen etwa 120 Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Fachverbände Schulungen im Rahmen der Kampagne durch“, so Brickwedde. Als besonders erfolgreich hob er die Schulungsveranstalter in den Handwerkskammerbezirken Münster und Osnabrück hervor: Sie machten alleine jeweils 533 und 466 Firmen mit den Kampagneninhalten vertraut. Von den insgesamt über 6.100 Handwerkern sind zwölf Prozent Heizungsbauer, neun Prozent Energieberater und knapp acht Prozent Tischler. „Obwohl unsere Kampagne in Kooperation mit dem Handwerk umgesetzt wird, freut es uns, dass auch knapp sechs Prozent Architekten und Ingenieure den kostenlosen Service interessant finden und sich schulen ließen“, betont Brickwedde. In den kommenden Monaten bis April plant die DBU die Auftaktveranstaltungen in Brandenburg, Berlin, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Wir denken, dass wir dann mit etwa 10.000 Betrieben kooperieren“, so Brickwedde. Interessierte Handwerker finden Schulungstermine unter http://www.sanieren-profitieren.de/946.html.

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