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31.07.2013 |
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Ratlos vorm Rechner? Persönliche Beratung macht energetische Sanierung leichter

DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ setzt auf Vor-Ort-Check – 90 Prozent der Befragten sehr zufrieden
Onlineberatung Onlinetools © DBU
Fundierte Information und Beratung sind nötig, um später zum Sanierungserfolg zu gelangen. Im Internet angebotene Hilfestellungen können verwirren.
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Osnabrück. Modernisierungsratgeber, Sanierungskonfigurator oder Online-Energiecheck – das Internet bietet zahlreiche interaktive Rechner an, damit ratsuchende Hauseigentümer, die ihr Eigenheim sanieren möchten, erste Informationen bekommen. „Auf den ersten Blick ist das eine gute Sache, aber beim zweiten Hinschauen kann auch Verwirrung gestiftet werden“, sagt Andreas Skrypietz, Leiter der Klimaschutz- und Beratungskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Oft blieben die Empfehlungen recht unkonkret. Grundidee der DBU-Initiative dagegen ist das persönliche Gespräch mit Handwerkern oder Sanierungsexperten durch einen kostenlosen Energie-Check direkt am Haus.

Persönliches Gespräch mit Experten, um Missverständnisse zu umgehen

„Das persönliche Gespräch ist bei dem komplexen Thema energetische Sanierung einfach unumgänglich. Allein, um Missverständnisse auf Hauseigentümer- und Ausführerseite zu umgehen.“ Für den ratsuchenden Hauseigentümer vor den Rechnern sei es zudem eine Hürde, an einen Fachmann heran zu kommen, der ihm die Resultate aus dem Internet plausibel vermittele. „Genau hier setzt unsere Kampagne an. Bei einem Besuch vor Ort nimmt ein dafür geschulter Handwerker, Energieberater oder Architekt das Haus unter die Lupe und gibt wertvolle Tipps zu möglichen Sanierungsmaßnahmen.“

Andreas Skrypietz © DBU
Andreas Skrypietz, Projektleiter der DBU-Kampagne "Haus sanieren - profitieren!" ist selbst Zimmerermeister und Energieberater.
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Hauseigentümer fühlen sich auf sicherer Seite

Skrypietz sieht die Onlinerechner kritisch, auch deshalb, weil online errechnete Kosten oder Einstufungen des energetischen Zustands eines Hauses mit der Realität nicht übereinstimmen müssten. „Hauseigentümer fühlen sich nach den Berechnungen auf sicherem Boden, ohne zu ahnen, dass oft nur allgemeine Rechenmodelle hinter dem Onlinetool stecken.“ Jedes Haus müsse aber mit seinen Besonderheiten und einzeln betrachtet werden. Nur so könnte die Sanierung den Ansprüchen entsprechend ausgerichtet sein.

Aber: durch Onlinerechner erste Impulse für Sanierung und Klimaschutz gesetzt

Durch eine Online-Beratung würden zunächst wichtige, erste Impulse für das Modernisierungsgeschehen und den Klimaschutz in Deutschland gesetzt. Sie informierten grundsätzlich und führten Hauseigentümer an das Thema heran. Zwar rieten die meisten Onlineportale nach der Berechnung zu einer Beratung durch einen Experten, aber auch dieser müsse sich das Haus ohnehin genau ansehen. Dann seien die zuvor investierten Minuten vorm Rechner für die Katz‘ gewesen. Der Hauseigentümer solle sich nicht täuschen lassen: „Energieberater, Handwerker oder andere Fachleute können quasi am lebenden Objekt zu anderen Schritten raten oder zu anderen Ergebnissen kommen, als sie online ermittelt wurden.“

Infovorteil mit kostenlosem Energie-Check

Das Herzstück und der Vorteil der DBU-Kampagne gegenüber interaktiven Instrumenten, der kostenfreie Energie-Check, komme bei den ratsuchenden Hauseigentümern gut an: Jeder dritte Hauseigentümer, der die Erstberatung hat machen lassen, führt nach den Erfahrungen der Kampagne die später erfolgte Sanierung am Haus direkt auf den Check zurück. Und fast alle Befragten, 90 Prozent, seien mit dem Energie-Check sehr zufrieden. Skypietz: „Das unschlagbare Argument unseres Checks ist das Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Oft reicht Hauseigentümern schon ein intensives Gespräch von 20 Minuten, um danach schon die energetische Sanierung in Angriff zu nehmen.“ Onlineportalnutzer seien sich zwar darüber bewusst, dass etwas an ihrem Haus getan werden sollte. Aber die Informationsflut im Netz könne schnell auch zum „Abschalten“ führen. Diese Sanierungswilligen gingen damit für das Thema verloren.

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