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Sanierungstagebuch von Michael Diekmann Mailen Drucken

Ein Reihenmittelhaus mit Atriumcharakter (Baujahr 1975) verwandelt sich in ein modernes KfW-Effizienzhaus 115
1. Erste Woche: Alles muss raus
Sanierungstagebuch Diekmann Zeichnung Untergeschoss
Das Erdgeschoss
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Sanierungstagebuch Diekmann Zeichnung Obergeschoss
Das Obergeschoss.
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Montag

Jetzt geht es los! Nach eineinhalb Jahren Suche haben wir unser Traumhaus gefunden: ein Reihenmittelhaus mit Atriumcharakter in der Nähe von Hannover. Meine Frau und ich wollten ein Haus mit Garten haben, damit unser Sohn draußen spielen kann. Meine Frau ist außerdem selbstständig, so dass sie auch zuhause Platz für die Arbeit braucht.

Das Haus, für das wir uns entschieden haben, wurde seit seinem Baujahr 1975 noch nie modernisiert und hat alte Nachtspeicheröfen, deren Betrieb sehr teuer ist, da hier der Strom im wahrsten Sinne des Wortes „verheizt“ wird. Eine Sanierung war unumgänglich und wir waren uns einig: wenn sanieren, dann richtig!

Dazu haben wir uns Hilfe von einem Fachmann geholt: einen Energieberater fanden wir in der Datenbank von „Haus sanieren – profitieren!“. Dieser hat einen kostenlosen Energie-Check durchgeführt und anschließend eine umfangreiche Energieberatung, bei der klar wurde, wie sehr sich eine energetische Sanierung lohnt.

Unser Ziel: ein KfW-Effizienzhaus 115, das nach Berechnungen unseres Energieberaters 60 Prozent weniger Energie verbraucht und 85 Prozent weniger CO2 ausstößt. Erreichen wollen wir unser Ziel mit dem Austausch der Fenster, der Neudämmung des Daches, einer zusätzlichen Dämmung der Außenwände sowie dem Einbau einer Solarthermieanlage und eines neuen Wärmespeichers mit Gasbrennwerttechnik.

Die Finanzierung - rund 120.000 Euro - stemmen wir mit eigenen Mitteln, können aber einen Teil der Investition über Zuschüsse von KfW-Bank, BAFA und des regionalen Energieversorgers finanzieren. Über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ erhoffen wir uns 7.500 Euro Zuschuss für die Sanierungsmaßnahmen und 2.000 Euro Zuschuss für die Baubegleitung. Dazu kommen 2.300 Euro Zuschuss für die Sanierung von Fenster, Dach und Heizung aus regionalen Fördertöpfen und 1500 Euro Zuschuss für die Solarkollektoren und die Kesselerneuerung vom BAFA. Das macht zusammen 13.300 Euro, was zirka 15 Prozent der Investitionssumme entspricht.

Wie man sieht, haben wir heute mit der Entkernung angefangen - alles muss raus! Nun gut, ein paar Wände und die Holztreppe im Wohnzimmer dürfen stehen bleiben. Die Pläne zeigen, wie die Raumaufteilung aussehen soll, wenn wir fertig sind. Aber genug für heute – es gibt noch viel zu tun!

Sanierungstagebuch Diekmann Erste Woche Treppe
Sanierungstagebuch Diekmann Erste Woche Badewanne

Mittwoch

Heute stand der Abriss des Badezimmers auf dem Programm. Hier wollen wir die Kalt- und Warmwasserleitungen sowie die Abwasserinstallationen komplett erneuern und das Bad neu gestalten. Das gleiche gilt fürs Gäste-WC im Untergeschoss.

Sanierungstagebuch Diekmann Kahlschlag

Donnerstag

Kahlschlag an allen Ecken. Die Wände sind mittlerweile abgerissen und die Decke ist entsorgt. Teilweise zeigt sich dabei schon die alte Glasfaserwolle, die lediglich 6 cm dick ist oder besser: war. Nach Aussagen unseres Energieberaters hat sie „so gut wie keinen Effekt mehr auf den Wärmeaustausch“. Beim Runterreißen der Decke gab es noch eine Überraschung: Unser Flachdach ist undicht. Bei den aktuellen Schauern hat sich an mehreren Stellen Feuchtigkeit an den Dachbalken und Ecken gesammelt. Also müssen wir das Dach zusätzlich von oben neu abdichten. Na, das kann ja heiter werden.

Sanierungstagebuch Diekmann Entkernung

Freitag

Hier sieht man das Haus in seinem aktuellen Zustand. Es geht voran. Hier ein wichtiger Tipp: Mineralwolle ist Sondermüll und deshalb sollte für die Entsorgung unbedingt eine Fachfirma beauftragt werden, die mit entsprechender Schutzkleidung ausgerüstet ist.

Die alte Nachspeicherheizung haben wir von einem Fachunternehmen aus Süddeutschland entsorgen lassen, die Kosten dafür lagen bei 89,- € pro Gerät. Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass nur einer der Heizkörper Asbesthaltig war. Hier hat es sich übrigens gelohnt, dass wir mehrere Firmen angefragt haben, denn die Preisspanne war teilweise beträchtlich.

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